Seelenwispern

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Die Sage vom Silberhohl (Das Silberloch)

Montag, 3. März 2008, 22:42

Der Sage nach gab es einst in Seesen eine dreifache Mutter, die so arm war, dass sie ihre Kinder hungrig ins Bett schicken musste, als sie krank wurde. In ihrer Verzweiflung betete sie um Hilfe, und eine verschleierte Frau in weissem Gewand betrat ihr Haus, stellte einen Korb auf den Tisch und schlug ein Kreuzzeichen über der Mutter, sodass diese in tiefen Schlaf fiel. Als die Mutter am nächsten Morgen wieder erwachte, war sie völlig gesund und fand den Korb voller Geld vor.
Die verschleierte Frau soll angeblich Jutta sein, die Tochter eines Raubritters. Dieser besass am Silberhohl, das ist eine kleine Senke nahe Seesen, eine Burg. Aus Mitleid mit den Armen und Kranken zog sie regelmässig umher, um die Schätze, die ihr Vater zusammengeraubt hatte, unter den Bedürftigen zu verteilen. Die Burg selbst soll, mitsamt der dort versteckten Schätze, über Nacht spurlos verschwunden sein. Einzig Jutta blieb zurück, die weiterhin in ein weisses Gewand gehüllt die Bedürftigen besucht und beschenkt. Nur an Neujahr und am Johannistag soll sie sich, so die Sage, um Mitternacht im Silberhohl aufhalten, als würde die die Burg ihres Vaters suchen.

Und hier mal die Version wenn der Wolf schreibt *g*

Die Sage vom Silberhohl by Felan:

Das Loch im Silberfisch

Früher, als noch beheizbare Frauenzimmer auf ihre ausgezogenen Ritter warteten, gab es bei Seesen eine Burg. Eigentlich gab es da mehrere Burgen, aber ich meine jetzt den Schatz am Silbersee die Burg im Silberhohl. Dort lebte ein fleissiger Raubritter mit seiner mißratenen Tochter Jutta. Alles, was der Vater in mühevoller Kleinarbeit zusammenraubte, verschleuderte das verzogene Gör, schenkte es den Kranken und Armen und war so dem Vater eine rechte Last. So geschah es, dass der enttäuschte Vater eines Nachts nicht nur seine Koffer, sondern gleich die gesamte Burg packte, sein Pferd schulterte und nach Amerika auswanderte, wo er als Stuntman recht bekannt wurde. Als Jutta dann von ihrer nächtlichten Spendentour zurückkehrte, staunte sie Wagenladungen voller Bauklötze. Wo vorhin noch eine Burg stand, war jetzt tolles Bauland, nur etwas uneben. Und so torkelt sie noch heute herum, in ein weisses Designerkleid gehüllt und verschenkt ihres Vaters sauer geraubtes Geld. Nur an Neujahr und am Johannistag nicht, da wuselt sie nämlich pünktlich um Mitternacht im Silberhohl rum und klappert mit ihrem Schlüsselbund, auf der immer dringender werdenden Suche nach dem Burgklo.

Mittlerweile ist das alles schon Jahrhunderte her, die Seesener haben im Silberhohl Fischteiche geschaufelt und die von Jutta gestaunten Bauklötze zum Bau einer schicken Eisenbahnlinie verwendet. Aber Jutta ist immer noch unterwegs. So war mal eine dreiköpfige Mutter in Seesen krank. Also die Frau hatte selbst nicht direkt drei Köpfe, eher drei Kinder mit je einem Kopf. Und blöderweise schoben die Braten übelst Kohldampf. Da betete die Mutter voller Verzweiflung und justamente in diesem Augenblick flog die Tür auf, und Jutta stand im Raum. Sie parkte einen Korb auf dem Tisch, schlug der Mutter ins Kreuz bis sie bewusslos wurde ( nein….warte…sie schlug ein Kreuzzeichen, und die Alte fiel ins Koma, so war das ), nickte fröhlich durch die Gegend und machte sich wieder vom Acker. Als am nächsten Morgen die Mutter aus ihrem Rausch ihrem Schlaf erwachte, fühlte sie sich schon deutlich besser. Als sie dann auf dem Tisch den Korb sah, und darin massenhaft Zaster, verfiel sie in stundenlange Lobgesänge. Ob in dieser Nacht eine sturzbesoffene Frau irgendwo in Seesen einen Korb voller Geld geraubt hat, ist leider nicht überliefert.


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Freitag der 13.

Samstag, 25. August 2007, 09:15

Freitag der 13.

Der „berühmteste“ Aberglaube ist wohl Freitag der 13te. Das wird uns schon früh beigebracht. In dem Märchen „Dornröschen“ wurden 12 Feen eingeladen, weil es nur 12 weitere Sitzplätze an der Festtafel gab, die 13. Fee jedoch war darüber so erzürnt das sie Dornröschen mit einer verzauberten Spindel in einen 100 jährigen Schlaf schickte.
Es war der 13te Jünger Jesu der Jesus verriet und an einem Freitag wurde er gekreuzigt. (Es gab nur 12 Jünger, doch mit Jesus am Tisch des Abendmahles waren es 13 Personen) Hier liegt wohl am ehesten die Erklärung weshalb man Zahl und Wochentag in Zusammenhang bringt. Viele Hotels haben kein Zimmer mit der Nummer 13, Flugzeuge keinen 13. Sitzplatz, Aufzüge und somit Hochhäuser haben keine 13te Etage.
Stattdessen wird daraus 12 a, oder man überspringt sie völlig. Obgleich es unsinnig ist, fühlen sich die Menschen offensichtlich damit wohler.
Allerdings gilt die 13 nicht überall als Unglückszahl…auch für mich nicht.


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Seelenwispern – Leben oder wie das heisst

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