MEDITATION

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Das Ziel des achtsamen Bewusstseins ist das Verständnis, das von Wahnvorstellungen und Begierden befreit. In Pali wird ein solches Verständnis als Vipassana ("durchdringendes Sehen") bezeichnet, und unter diesem Namen wird die traditionelle Praxis des achtsamen Gewahrseins heute im Westen häufig präsentiert. Vipassana wird oft mit "Einsicht" übersetzt, und es werden Kurse zur "Einsichtsmeditation" angeboten.
Diese Verwendung hat zu einiger Verwirrung geführt. Sie hat zu dem Eindruck geführt, dass einige Buddhisten Vipassana praktizieren, während andere (wie etwa Zen-Praktizierende oder Anhänger des tibetischen Buddhismus) dies nicht tun. Tatsächlich ist Vipassana für alle Formen der buddhistischen Meditationspraxis von zentraler Bedeutung. Das unverwechselbare Ziel jeder buddhistischen kontemplativen Tradition ist ein Zustand, in dem innere Ruhe (Samatha) mit Einsicht (Vipassana) vereint ist. Im Laufe der Jahrhunderte hat jede Tradition ihre eigenen Methoden entwickelt, um diesen Zustand zu verwirklichen. Und es sind diese Methoden, in denen sich die Traditionen unterscheiden, nicht in ihrem Endziel der vereinten Ruhe und Einsicht.