Unfreiwillig Kinderlos - Es ist Zeit zum Reden!

Eine gezielte Entscheidung, keine Kinder zu bekommen, ist eine Sache. Aber es gibt Millionen von Frauen, die nicht freiwillig kinderlos sind. Der Datenreport der Bundeszentrale für politische Bildung nennt Kinderlosigkeit ein "verbreitetes und weitgehend akzeptiertes Phänomen". Was daraus aber nicht hervorgeht, wie es den Betroffenen, die unfreiwillig ohne Kinder sind, tatsächlich geht. Der tägliche Kampf mit dem emotionalen Schmerz, keine Kinder zu haben, bleibt meistens unerwähnt. Und es ist bei Weitem nicht nur ein Frauenproblem. Männer ohne eigene Kinder sind genauso betroffen. Nur spricht niemand darüber. Bleibt der Wunsch nach Kindern unerfüllt, fällt es vielen Frauen und Männern schwer, darüber zu reden. Warum ist das so?

Da sind auf der einen Seite die vielen persönlichen Konfrontationen mit dem eigenen Körper und der Hoffnungen. Jeder Monat ist wie eine emotionale Achterbahnfahrt: An einem Tag ist man hoffnungsvoll, am nächsten hoffnungslos und deprimiert. Du hast das Gefühl, dass du die Einzige bist, die damit zu kämpfen hat und möchtest nicht, das die Welt erfährt, wie sehr dich das alles mitnimmt.                                                                                                                                                                     Es gibt Paare die verbergen, was Sie durchmachen - Fruchtbarkeitstests, Hormonbehandlungen, verschiedenen Verfahren der künstlichen Befruchtung, die alternativen Behandlungsmethoden, die IVF, u. v. m. Wenn man den Frauen zuhört, die sich trauen, darüber zu sprechen, fallen des Öfteren die Worte Trauer, Verzweiflung, Ohnmacht, Scham, geringes Selbstwertefühl, das Gefühl versagt zu haben. Was oft übersehen wird, dass nicht wenige auf eine ernste Depression hinsteuern. Über Kinderlosigkeit und die emotional belastenden Folgen, wird nicht gesprochen. Es ist wird nicht ernstgenommen.

Und dann gibt es noch die Alleinstehenden, die so lange damit verbracht haben, ihren Kinderwunsch vor anderen zu verbergen, um nicht verzweifelt zu wirken. Oder aus Scham oder Angst vor der eigenen Panik, die das Thema auslöst. Sie leiden weiterhin im Stillen, wie viele andere auch.

Es ist an der Zeit, dass genau diese Frauen und Männer gehört werden. Das auch sie mit ihrem Schmerz einen Platz in unserer Gesellschaft bekommen und ernst genommen werden.

Hier entsteht eine Plattform, auf der sich Betroffene austauschen können, Rat bekommen und vor allem ernst genommen werden.

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