VIPASSANA - HISTORISCHER HINTERGRUND

Vipassana (die Beobachtung der Wahrheit im Inneren, von Augenblick zu Augenblick) ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens. Sie wurde vor 2500 Jahren von Siddhārtha Gautama (सिद्धार्थ गौतम) bzw. in Pali Siddhattha Gotama) als Buddha wiederentdeckt und ist die Essenz dessen, was er während seines fünfundvierzigjährigen Dienstes praktizierte und lehrte. Die Technik verbreitete sich u. a. in die Nachbarländer Myanmar (Burma), Sri Lanka, Thailand. Fünf Jahrhunderte später war das Erbe des Vipassana aus Indien und anderen Ländern verschwunden. In Myanmar wurde sie jedoch von hingebungsvollen Lehrern bewahrt. Von Generation zu Generation, über zweitausend Jahre hinweg, übertrugen diese mit voller Hingabe die Technik in ihrer ursprünglichen Reinheit. Allerdings wurde die Praxis der Vipassana-Meditation eine Zeit lang Mönchen gelehrt. Erst durch den buddhistischen Mönch Ledi Sayadaw, der Lehrer mit großem Einfluss war, wurde die Technik auch Laien zugänglich. So kam es, dass er den Laien Saya Thetgyi unterrichtete, welcher wiederum Sayagyi U Ba Khin die Technik lehrte dessen Schüler S. N. Goenka war. Autorisiert durch seinen Vipassana Lehrer Sayagyi U Ba Khin, begann S.N. Goenka die Praxis der Vipassana Meditation zu lehren und brachte sie auch wieder zurück in ihr Ursprungsland Indien. Von dort aus verbreitete sich diese spezielle Art der Meditation in die ganze Welt. Heute gibt es weltweit mehr als 160 Vipassana-Zentren und über 100 weitere Kursorte, die im Namen von S.N. Goenka geführt werden.